Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Aufgrund der aktuellen Hitzewelle haben wir eine pragmatische Entscheidung getroffen und uns für das Schonen jeglicher Ressourcen entschieden. Wir präsentieren Ihnen daher unsere Frucht des Monats August 2017 nochmals im Jahr 2018. Der regionale und saisonale Klassiker des Obstanbaus darf nochmal ins Rampenlicht und das erneut mit einem super Rezept aus Bayern.

Auf der Suche nach Wissenswertem über unsere Frucht des Monats August, stolpert man sofort über die Verwechselungsdiskussion zwischen der Pflaume und unserer Frucht des Monats August, der Zwetschge. Die einen schwören auf Dies die anderen behaupten Das und wiederum andere sagen „es kommt darauf an“. Wie Sie also den Überblick behalten und die beiden Steinfruchtarten voneinander unterscheiden können, warum dies manchmal  überhaupt nicht so leicht ist und was es sonst noch Interessantes über Zwetschgen zu wissen gibt, erfahren Sie in den folgenden Zeilen. Zunächst einmal kann festgehalten werden, dass Pflaumen und Zwetschgen botanisch gesehen sehr enge Verwandte sind. Genau betrachtet ist die Zwetschge sogar eine Unterart der Pflaume. Trotz der Verwandtschaft bestehen aber einige unterschiedliche Eigenschaften welche aufgrund von unzähligen Kreuzungen aber manchmal nur schwer zu erkennen sind. Einige Experten unterscheiden die ähnlichen Steinfrüchte aufgrund ihrer Schale. Während Zwetschgen eine komplett glatte Haut aufweisen, kann bei Pflaumen eine Art „Naht“ an der Schale erkannt werden. Andere unterscheiden bezüglich der Form, wobei die Zwetschge eher länglich und die Pflaume eher rundlich geformt ist. Konkreter wird es jedoch erst bei der Farbenunterscheidung. Hellrote, rote oder gelb-grünliche Früchte können eher den Pflaumen, violette, blaue-dunkelblaue Früchte eher den Zwetschgen zugeordnet werden. Natürlich nur bei reifem Zustand versteht sich. Durch die Kreuzungen sind die eben angesprochenen Unterschiede aber teilweise nicht zu erkennen.

Unser Tipp zur Unterscheidung: Die Löslichkeit des Steins ist bei Zwetschgen deutlich leichter wie bei den Pflaumen. Auch bei eher unreifem Zustand kann bei den Zwetschgen der Stein leicht vom meist gelblichen Fruchtfleisch gelöst werden. Bei den Pflaumen haftet er sehr fest am Fruchtfleisch und es benötigt deutlich mehr Kraftanstrengung um den Stein herauszulösen. Aufgrund dieser Eigenschaft sind die Zwetschgen auch so beliebt in der „süßen Küche“. Es benötigt wenig Zeit um die wohlschmeckenden Früchte in Kuchen, „Datschi“, Kompott, Marmelade, Obstsalat, oder auch als Füllung für Mehlspeisen wie Quark- oder Kartoffelknödel zu verarbeiten. Der angenehm süße und aromatische Geschmack wird nur durch eine leichte säuerliche Note begleitet und führt somit zur großen Beliebtheit. Neben der eben beschriebenen Verwendung ist auch die Verarbeitung zu einem aromatischen Obstbrand „Zwetschgenwasser“ weit verbreitet. Beim Kauf sollten Sie auf eine pralle Haut ohne Flecken oder matschigen Stellen achten. Die dünne wachsartige Schicht, die auch als „Reif“ bezeichnet wird, schützt die Früchte und ist kein Qualitätsmangel. Sie sollte aber vor dem Verzehr abgewaschen werden. Die frischen Zwetschgen halten sich bis zu einer Woche im Kühlschrank und können gewaschen und entsteint aber auch gut für bis zu einem Jahr eingefroren werden.

Wie in 2017 musste der Rezept-Vorschlag unbedingt aus Bayern kommen. Dem Zwetschgen-Knödel von letztem Jahr folgt der in Bayern berühmte sogenannte „Zwetschgendatschi“, welchen unsere Mitarbeiterin Anna Kamm Ihnen unbedingt vorstellen wollte. Lassen Sie also wieder einmal a bisserl Bayern in Ihre Küche und bereiten Sie die Süßspeise gleich mal zu. Bei der Hitze schmeckt er auch gut gekühlt mit einer Haube Schlagobers!

Rezeptvorschläge – Frucht des Monats Juni 2018

Zwetschgendatschi vom Blech