Noch nie stellten wir in dieser Rubrik ein Obst oder Gemüse vor, welches den Monat in dem wir es vorstellten, im Namen trägt. Wir haben also noch nie einen Aprilapfel, eine Dezembergurke oder einen Septemberspargel vorgestellt. Die Mairübe ist daher etwas Besonderes und drängt sich im Monat Mai als Frucht des Monats förmlich auf. Die junge und zarte Schwester der robusten Speiserübe wird auch Navette genannt und ist aktuell als leckeres Frühlingsgemüse auf den Wochenmärkten und im Handel sehr stark im Angebot. Ursprünglich stammt die zarte Rübe aus Indien und war über viele Jahre neben der Kartoffel ein sehr wichtiges Grundnahrungsmittel in Europa. Mairüben sind zart im Biss und schmecken mild süßlich mit leichter Schärfe. Sie erinnern vom Geschmack her an Kohlrabi und Rettich und sind gebraten oder gedünstet eine super leckere Beilage zu Kurzgebratenem. Sterneköche karamellisieren feine Streifen der Rübe sogar als absoluten Geheimtipp. Sehr beliebt ist aber auch einfach ein frischer und saftiger Rohkostsalat bei dem die Mairüben gehobelt, geschnitten oder geraspelt werden. Sogar das Grün kann verwendet werden. Es dient klein gehackt als Gewürz, kann wie Spinat zubereitet werden oder ebenso geschnitten als Salat. Die Mairübe peppt daher mit all ihren Bestandteilen die moderne Frühlingsküche vielfältig auf. Sie sollten versuchen die Mairüben so frisch wie möglich zu verarbeiten, schon nach 2-3 Tagen im Kühlschrank werden die Knollen sonst weich und das Grün schlapp.

Die ungewöhnliche Beilage bei Ihrem nächsten Grillabend wird ihre Freunde nicht nur geschmacklich überzeugen. Kalorienarm und doch voller Vitamin C und Ballaststoffe ist sie zudem auch noch gesund. Diese ganzen Vorteile der Mairübe hat unsere Mitarbeiterin Frau Kamm schon lange für sich entdeckt. Mit ihrem Gericht zeigt sie wie unkompliziert und lecker die Mairübe den Weg auf unseren Teller finden kann.

Viel Spaß beim Nachkochen.

Rezeptvorschläge – Frucht des Monats April 2018

Mini - Hähnchensteaks an Mairübchen in Weinsoße